In vielen Unternehmen entsteht der Eindruck, dass es an Daten fehlt, um fundierte Entscheidungen zu treffen oder neue Technologien wie KI sinnvoll einzusetzen. Betrachtet man die Realität genauer, zeigt sich jedoch ein anderes Bild.
Daten sind in der Regel in ausreichender Menge vorhanden. Sie liegen in ERP-Systemen, in EDI-Strukturen, in Dokumentenmanagementsystemen, in Excel-Dateien oder in unterschiedlichsten Fachanwendungen. Das eigentliche Problem besteht nicht im Vorhandensein von Daten, sondern in deren fehlender Struktur und Vernetzung.
Diese Fragmentierung führt dazu, dass Informationen nicht konsistent verfügbar sind, Zusammenhänge nicht erkannt werden und Auswertungen nur mit erheblichem manuellem Aufwand möglich sind. Entscheidungen verzögern sich, weil Daten erst zusammengetragen werden müssen, und Potenziale bleiben ungenutzt, weil sie schlicht nicht sichtbar sind.
Besonders deutlich wird dieses Problem im Kontext von KI. Ohne strukturierte, saubere und miteinander verknüpfte Daten kann keine KI-Anwendung belastbare Ergebnisse liefern. Die Qualität der Ergebnisse ist unmittelbar von der Qualität der Datenbasis abhängig.
Die Lösung besteht deshalb nicht darin, weitere Daten zu erzeugen, sondern die vorhandenen Daten sinnvoll zu integrieren und zu strukturieren. Dazu gehört die Verbindung unterschiedlicher Datenquellen, die Standardisierung von Formaten sowie die Definition klarer Prozesse für den Umgang mit Daten.
In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass Daten aus verschiedenen Systemen zusammengeführt und in eine einheitliche Struktur überführt werden, sodass sie für Auswertungen und KI-Anwendungen nutzbar werden. Ein Logistikunternehmen konnte auf diese Weise seine Planungsprozesse deutlich verbessern, weil erstmals eine konsistente Datenbasis zur Verfügung stand.
Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob Ihr Unternehmen genügend Daten hat, sondern ob diese Daten so aufbereitet sind, dass sie tatsächlich genutzt werden können.
